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3.7.3 Was ist zu tun, wenn ...
Verdacht auf ADHS
Zu Anfang sind es meist nur Kleinigkeiten, die Eltern und Lehrern an einem Kind auffallen. Eine Kombination der nachstehenden Symptome kann den Verdacht auf ADHS begründen:
- Es fällt dem Kind schwer, sich auf etwas zu konzentrieren, ist leicht ablenkbar. - Das Kind verfällt in „Tagträume". - Es ist „hyperaktiv", ungeduldig, zappelt, handelt impulsiv und ohne Rücksicht auf die Folgen. - Es stimuliert sich selbst durch Kratzen, Zupfen an den Haaren oder Nasebohren. - Es redet häufig dazwischen. - Es hat Schwierigkeiten, sich an Spielen zu beteiligen. - Es beendet angefangene Dinge (Spiele, Aufgaben) oft nicht. - Es hat Mühe mit bestimmten Bewegungen und Bewegungsabläufen und hat - auch wegen seiner Impulsivität - häufiger Unfälle als andere Kinder. - Es ist schnell gereizt und aggressiv oder zieht sich bei Konflikten zurück.
Mit Hilfe des in der Literaturliste angegebenen Lehrvideos kann eine Lehrperson ihren Blick dafür schärfen, welche Auffälligkeiten als Symptome für ADHS typisch sind. Warnsignale können auch einfache Fehler beim Lesen, Schreiben und Rechnen und eine zumindest zeitweise unleserliche Schrift sein. Über solche Auffälligkeiten sollte man möglichst bald in aller Ruhe mit den Eltern reden und abklären, ob sie solche Beobachtungen auch gemacht haben. Eine Diagnose kann und darf nur nach gründlicher kinderärztlicher oder psychiatrischer Anamnese und Untersuchung gestellt werden. Dabei wird der Arzt meist auch auf die Beobachtungen in der Schule zurückgreifen müssen - einen objektiven „Beweis" für ADHS, etwa in Form von Laborwerten, gibt es nicht. Deshalb sollte sich die Lehrperson Notizen über ihre Beobachtungen machen.
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